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Erinnerungen eines Jungen an die 60er

Als ich ein Junge war, besaß meine Familie eine Strandhütte in Thorpe Bay in Essex. Ich erinnere mich, dass es Nummer 4b war, wie mein Vater sagte, denn wir waren die vier Bates’. Hier verbrachten wir viele glückliche Zeiten.

Unten am Strand, direkt vor der Hütte, gab es einen Beton-Wellenbrecher mit einer Breite von zehn Fuß. Menschen, die im knietiefen, seichten Wasser spazieren gingen, stiegen darauf, liefen darüber und stiegen auf der anderen Seite ins tiefere Wasser. Es gab keine Warnschilder. In jenen Tagen sprach man nicht über Dinge wie Gesundheit und Sicherheit. Mein Vater zog ständig Menschen aus der Flut, die in Schwierigkeiten geraten waren.

Ich erinnere mich an den 4. August 1962, als wäre es gestern gewesen. Mein Vater kam zum Strand hinunter, um mit uns Mittag zu essen.  Als wir in der Sonne saßen, umgeben vom Klang des Lachens von Kindern und Menschen, die Spaß hatten, ertönte ein verzweifelter und schmerzgeplagter Ruf um Hilfe. Zwei junge Mädchen im Alter von siebzehn oder achtzehn Jahren wurden vom schnell ablaufenden Wasser der Ebbe ins Meer gespült. Eines von ihnen verschwand immer wieder unter Wasser, während es um das Überleben kämpfte. Mein Vater sagte immer, dass die meisten Menschen nicht sehen, was um sie herum passiert, oder sie erkennen drohende Gefahren nicht, oder sie reagieren nicht schnell genug.

Mit freiem Oberkörper und nur mit einer langen, cremefarbenen Hose bekleidet, warf er seine Schuhe beiseite und rannte den Strand hinunter. Dabei bahnte er sich seinen Weg durch die Menschen, die jetzt herumstanden und mit den Fingern zeigten, und warf im Laufen seine Sonnenbrille in den Sand. Er war ein kraftvoller Schwimmer und tauchte immer wieder ins Wasser, sodass er die Mädchen sehr schnell erreichte. Ein weiterer mutiger Mann folgte ihm ins Wasser und gemeinsam brachten sie ide Mädchen zurück an den Strand.

Ein Mädchen atmete noch, aber das andere schien tot zu sein. Freunde aus der nahegelegenen Hütte kamen zu Hilfe. Sie war Krankenschwester, er war Arzt am örtlichen Krankenhaus. Das Mädchen wurde auf den Strand gelegt und die Krankenschwester begann mit künstlicher Beatmung, damals eine anerkannte Methode der Wiederbelebung. Minuten vergingen ohne ein Lebenszeichen. Es schien, als hätten wir sie verloren.

Der alte Mann rief: Aus dem Weg. Er ergriff sie von hinten und beugte sie nach vorn, während seine geballten Fäuste in ihren Magen drückten. Er hob sie hoch und schüttelte sie heftig, wie eine Stoffpuppe. Es war unglaublich, aber es schien als käme eine Gallone Wasser aus ihrem Mund. Sie hustete und begann nach Luft zu schnappen. Niemals zuvor hatte ich eine so unkonventionelle und erfolgreiche Art der Wiederbelebung gesehen.

Viele Jahre lang sandten ihm die Mädchen Blumen und eine Karte zum Geburtstag.

Ich frage mich, wohin das Leben sie verschlagen hat, denn sie müssen jetzt in den 60ern sein. Weiß jemand etwas über ihren Aufenthaltsort?

FÜRST MICHAEL VON SEALAND

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